Kinesiotape

Allgemeines

In den 1970er Jahren hat der japanische Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase ein elastisches Tape erfunden. Bis dahin waren lediglich nichtelastische Tapeverbände bekannt. Auch diese hatten und haben bei bestimmten Störungen am Bewegungsapparat ihre Daseinsberechtigung. 

Die Kinesiologischen Tapeverbände sind aus dem Leistungssport nicht mehr wegzudenken. Dies führt bei manchem zu dem Fehlschluss, diese Therapieform sei nur etwas für die Therapie von Verletzungen wie sie beim Spitzensport auftreten.

Jedoch gibt es zahlreiche Indikationen für den Einsatz der elastischen Verbände auch bei "Alltagsbeschwerden".

Kosten

Die Kosten für das Kinesiotapeing werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Unseren Privatpatienten empfehlen wir, bei ihrer Versicherung wegen einer Kostenübernahme nachzufragen. Der Preis für das Anlegen des Verbandes bewegt sich je nach Aufwand zwischen 5 und 25 Euro. 

Einsatzgebiete

Die Unterstützung der laufenden Behandlung mit Kinesiotaping hat sich bei vielen Beschwerden bewährt. Die folgende Auflistung beinhaltet bei weitem nicht alle Indikationen.

  • Knieschmerzen z.B. bei Kniearthrose
  • Schulter-Nacken-Beschwerden
  • Fußschmerzen, z.B. bei Fersensporn
  • Achillessehnenschmerzen
  • Ellenbogenschmerzen z.B. bei Epicondylopathie (Tennisarm)
  • Rückenschmerzen
  • Schwellungen, zum Beispiel nach Operationen
  • Bei neurologischen Krankheitsbildern

Wirkungsweise

Folgende Therapieziele werden angestrebt.

1. Harmonisierung der Muskelspannung

2. Unterstützung der Propriozeption (Eigenwahrnehmung von Körperbewegung und -Lage im Raum)

3. Körpereigene schmerzhemmende Systeme werden über die Haut aktiviert und dadurch Schmerzen gelindert.

4. Unterstützung des Lymphgefäßsystems insbesondere bei Schwellungen

5. Entlastung des Bindegewebes